Der Speierling ist in Forstbaumschulen erhältlich und mit circa 7 Euro für das Sortiment 30/50 cm bis 12 Euro für Ballenpflanzen (50/80 cm) etwa drei bis viermal so teuer wie gängigere Baumarten (Stand: Winter 2024/2025). Er ist lichtbedürftig und insbesondere fränkische Herkünfte gelten als immerhin mäßig spätfrosthart. Geländemulden, in denen die Spätfrostgefahr besonders groß ist,…

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Waldbauliche Überlegungen zum Speierling

Der Speierling ist in Forstbaumschulen erhältlich und mit circa 7 Euro für das Sortiment 30/50 cm bis 12 Euro für Ballenpflanzen (50/80 cm) etwa drei bis viermal so teuer wie gängigere Baumarten (Stand: Winter 2024/2025). Er ist lichtbedürftig und insbesondere fränkische Herkünfte gelten als immerhin mäßig spätfrosthart. Geländemulden, in denen die Spätfrostgefahr besonders groß ist, sollten gemieden werden. Ansonsten sind Freiflächen ebenso geeignet wie Pflanzplätze unter lichtem Altbaumschirm. Bei vitalem, d.h. sehr kühl und feucht gelagertem und transportiertem Pflanzgut, und sorgfältiger Pflanzung erweist sich der Speierling in der Kulturphase als robust und wüchsig. An sonnigen und windigen Pflanzplätzen können die Blätter nach Regen schnell wieder abtrocknen. Dies schützt den Speierling vor schädlichen Blattpilzen (Schorf), insbesondere wenn er in den ersten Jahren gut ausgemäht wird. Bei überhöhtem Wildbestand ist Zaun oder Einzelschutz anzuraten. Kunststoffwuchshüllen sind für mindestens mittelgroße Pflanzsortimente erfolgversprechend, allerdings nur bei voller sommerlicher Sonneneinstrahlung, da die Wuchshüllen Licht abschirmen.Da das Pflanzgut teuer und besonders gewissenhafte Pflege somit ohnehin naheliegend ist, spricht nichts gegen weite Pflanzverbände. Je weiter und unschematischer der Pflanzverband ist, desto wichtiger ist es, die gepflanzten Bäume mit ausreichend hohen Stäben zu markieren, um sie im Sommer beim Ausmähen im hohen Kraut nicht zu übersehen oder versehentlich abzumähen. Speierlinge müssen in jedem Alter und qualitätsunabhängig kräftig gefördert werden. Nachbarbäume, die von oben her beschatten, sollten immer konsequent entnommen werden. Leichte seitliche Beschattung ist im Dickungsalter tolerierbar, wenngleich auch nicht vitalitätsförderlich.


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