Aus der Studie geht hervor, dass ein Mangel an Informationen über Forstberufe und damit einhergehende Klischees eine wesentliche Hürde für die Wahl einer forstlichen Laufbahn darstellen. Es wäre daher wichtig, im Zuge der forstlichen Nachwuchsgewinnung Schülerinnen und Schüler besser über das breite Spektrum an beruflichen Möglichkeiten in der Forstbranche zu informieren und Praktikumsmöglichkeiten anzubieten.
Die Ergebnisse zeigen, dass Mentoring in der forstlichen Ausbildung stärker gefördert werden sollte. Es ermöglicht jungen Menschen, das Berufsfeld praxisnah kennenzulernen und bietet Unterstützung durch erfahrene Experten, was auch beim Berufseinstieg hilfreich ist. Für Frauen kann Mentoring dazu beitragen, das Selbstbewusstsein in einem männerdominierten Umfeld zu stärken. Eine zentrale Koordination der Mentoring-Angebote würde das bestehende System verbessern, indem ein größerer Pool an Mentoren und Mentees erreicht wird.
Zudem wünschen sich Studierende mehr praktische Erfahrungen im Gelände. Forstliche Studiengänge werden oft als zu theoretisch empfunden und bereiten aus Sicht der Befragten nur begrenzt auf die Berufspraxis vor.
Klischees beeinflussen die Wahl von forstlichen Berufen. Um die Branche attraktiver und moderner zu gestalten, sollten Berufsorientierung, Ausbildung und Arbeitsumfeld gezielt darauf abzielen, Vorurteile durch Sensibilisierung abzubauen und Frauen in Forstberufen besser sichtbar zu machen.
Die vorliegende Fem2Forests Studie belegt, dass Frauen und Männer häufig unterschiedliche Interessen am Studium und für ihre berufliche Laufbahn verfolgen und zeigt geschlechterspezifische Herausforderungen auf. Der unterschiedliche Umgang und das subjektive Empfinden dieser Tatsache bei Frauen sind Realität und konnten durch die Studie erstmals auch bestätigt werden. 68 % der Frauen und 28 % der Männer geben das unabhängig voneinander an. Daher sollten spezifische Angebote in die forstliche Ausbildung integriert werden, um die Studierenden für diese Themen zu sensibilisieren und Vielfalt als Chance für die Forstbranche zu sehen. Wünschenswert wären beispielsweise Plattformen, die Frauen und Männer an einen Tisch bringen und Kommunikation und Austausch bei der Ausbildung sowie beim Arbeitgeber fördern.






