Studien aus Deutschland von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg konnten belegen, dass beispielsweise beim Vorliefern von Vollbäumen der Pferdeeinsatz im Vergleich zum Seilschleppereinsatz neben ökologischen auch ökonomische Vorteile besitzt. Schäden an Boden und Baumbestand werden mit dem Rückepferdeinsatz verhindert. Zudem gewinnt man mit schmaleren Rückegassen Waldfläche.
In der wissenschaftlichen Arbeit von Jörg Vossenbrink an der Universität Kiel zeigte es sich, dass die Rückung mit Rückepferden als einzige Methode keinen Einfluss auf die Standortökologie hatte. In der Rückegasse waren die bodenphysikalischen Parameter nicht verändert, obwohl jeweils unmittelbar unter den Hufen hohe Spannungen auftreten.
Einige deutsche Bundesländer wie Rheinland-Pfalz, Thüringen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen setzen bereits seit geraumer Zeit bei der Holzernte im Wald auch auf den Einsatz von Rückepferden. Der Pferdeeinsatz wird mit Subventionen gefördert und es zeigt sich, dass die Nachfrage nach dieser speziellen Forstdienstleistung mehrfach höher ist als das Angebot.
In Thüringen werden beispielsweise jährlich etwa 10.000 Festmeter Holz mit Pferden gerückt. Das sind derzeit knapp ein Prozent des Jahreseinschlags. Auch im Stadtwald Lüneburg in Niedersachsen gibt es ein Pilotprojekt mit Rückepferden. Sie erledigen die Arbeit im Wald auf den empfindlichen Böden und ziehen die Stämme zu Orten, wo dann Forstmaschinen eingesetzt werden können. Damit Pferderücker konkurrenzfähiger werden, fördert Niedersachsen den Pferdeeinsatz beim Holzrücken. Es kann eine Zuwendung beim Land beantragt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen wird der Einsatz von Rückepferden im Wald mittlerweile gefördert.






