Auswirkungen der Dürre 2018 auf die Buche und ihre Herbivoren
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Massnahmen, die sich auf die kurzfristigen Folgen von Dürre­ereignissen konzentrieren, sind weitgehend etabliert. Dazu zählen unter anderem die gezielte Entnahme geschwächter oder abgestorbener Bäume, die Durchführung sanitärer Holzschläge zur Eindämmung sekundärer Schädlinge wie Borkenkäfer, sowie präventive Massnahmen zur Wald­brand­vermeidung. Ergänzend werden Jung­pflanzen in kritischen Phasen punktuell bewässert, und die Boden­struktur wird durch angepasste Pflege­eingriffe geschützt. Langfristig…

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Auswirkungen der Dürre 2018 auf die Buche und ihre Herbivoren

Massnahmen, die sich auf die kurzfristigen Folgen von Dürre­ereignissen konzentrieren, sind weitgehend etabliert. Dazu zählen unter anderem die gezielte Entnahme geschwächter oder abgestorbener Bäume, die Durchführung sanitärer Holzschläge zur Eindämmung sekundärer Schädlinge wie Borkenkäfer, sowie präventive Massnahmen zur Wald­brand­vermeidung. Ergänzend werden Jung­pflanzen in kritischen Phasen punktuell bewässert, und die Boden­struktur wird durch angepasste Pflege­eingriffe geschützt. 

Langfristig braucht es jedoch ergänzende Strategien, um Wälder klimaresilient zu bewirt­schaften. Monitoring­programme sollten ausgebaut werden, um die langfristige Entwicklung von Baum­gesundheit differenzierter zu betrachten. Indikatoren wie die chemische Zusammen­setzung der Blätter könnten möglicherweise frühzeitig auf schleichende Vitalitäts­verluste oder veränderte Verbiss­risiken hinweisen – noch bevor sichtbare Kronen­schäden auftreten. Dadurch könnten kritische Entwicklungen frühzeitig erkannt und waldbauliche Eingriffe besser geplant werden.

Die Forschung ist gefordert, genauer zu untersuchen, wie verschiedene Baumarten auf wiederholte Dürre­ereignisse reagieren und wie sich deren Resilienz langfristig verbessern lässt. Hierbei können Simulationen und Modellie­rungen helfen, künftige Szenarien unter sich verschärfenden Klima­bedingungen besser vorherzusagen. Sie liefern wertvolle Entscheidungs­grundlagen, um die Resilienz der Wälder im Klima­wandel zu erhöhen – etwa für die Wahl trockenheits­angepasster Baum­arten, die Zusammen­setzung stabiler Misch­bestände oder das Timing waldbaulicher Massnahmen.


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