Massnahmen, die sich auf die kurzfristigen Folgen von Dürreereignissen konzentrieren, sind weitgehend etabliert. Dazu zählen unter anderem die gezielte Entnahme geschwächter oder abgestorbener Bäume, die Durchführung sanitärer Holzschläge zur Eindämmung sekundärer Schädlinge wie Borkenkäfer, sowie präventive Massnahmen zur Waldbrandvermeidung. Ergänzend werden Jungpflanzen in kritischen Phasen punktuell bewässert, und die Bodenstruktur wird durch angepasste Pflegeeingriffe geschützt.
Langfristig braucht es jedoch ergänzende Strategien, um Wälder klimaresilient zu bewirtschaften. Monitoringprogramme sollten ausgebaut werden, um die langfristige Entwicklung von Baumgesundheit differenzierter zu betrachten. Indikatoren wie die chemische Zusammensetzung der Blätter könnten möglicherweise frühzeitig auf schleichende Vitalitätsverluste oder veränderte Verbissrisiken hinweisen – noch bevor sichtbare Kronenschäden auftreten. Dadurch könnten kritische Entwicklungen frühzeitig erkannt und waldbauliche Eingriffe besser geplant werden.
Die Forschung ist gefordert, genauer zu untersuchen, wie verschiedene Baumarten auf wiederholte Dürreereignisse reagieren und wie sich deren Resilienz langfristig verbessern lässt. Hierbei können Simulationen und Modellierungen helfen, künftige Szenarien unter sich verschärfenden Klimabedingungen besser vorherzusagen. Sie liefern wertvolle Entscheidungsgrundlagen, um die Resilienz der Wälder im Klimawandel zu erhöhen – etwa für die Wahl trockenheitsangepasster Baumarten, die Zusammensetzung stabiler Mischbestände oder das Timing waldbaulicher Massnahmen.






