Die Meldungen werden von der Stiftung KORA gesammelt. Beobachtungen von Nachwuchs wurden aber bisher noch nicht verzeichnet. Die nächsten reproduzierenden Paare befinden sich in Italien, ca. 60 km von der Schweizer Grenze entfernt und in Deutschland, ca. 30 km von der Schweizer Grenze entfernt.
Klimaveränderung, Fragmentierung der Wälder sowie die Abnahme seines natürlichen Feindes, des Wolfes, und die grosse Fortbewegungsfähigkeit scheinen die Ausbreitung des Goldschakals in Europa zu begünstigen.
Als Art der Subtropen und der gemässigten Zonen meidet der Goldschakal Gegenden mit kalten Wintern und hohen Schneelagen wie im Alpenraum als Lebensraum, kann sie aber auf seinen Wanderungen durchaus durchstreifen. Die Klimaerwärmung begünstigt die Ausbreitung dieser Säugetierart merklich. Eine flächendeckende Ausbreitung in der Schweiz ist aber aufgrund der naturräumlichen und klimatischen Gegebenheiten nicht zu erwarten. Im Mittelland oder im Tessin dürfte die Art aber geeignete Lebensräume finden. Die Tiere können sich auch gut in vom Menschen genutzten Landschaften zurechtfinden.
Wenn die Bedingungen stimmen, kann eine Population von Goldschakalen sehr rasch anwachsen. Dies zeigen Abschusszahlen aus Ungarn, wo 1996 sechs Schakale erlegt wurden und 2018 waren es schon fast 6000. Es ist also eine Frage der Zeit oder unserer Akzeptanz für andere Grossraubtiere, wie schnell und wann der Goldschakal in Teilen der Schweiz heimisch wird und in welcher Populationsstärke. Aussagen dazu können heute noch nicht gemacht werden.
Da der Goldschakal auf natürlichem Weg in die Schweiz eingewandert ist, gilt er nicht als invasive Art. Er zählt zur Biodiversität der Schweiz und soll sich eigenständig hierzulande ausbreiten (KORA). Der Goldschakal steht in der Schweiz derzeit nicht auf der Liste der jagdbaren Arten und ist damit automatisch geschützt. Auch die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) vertritt wegen der natürlichen Ausbreitung der Tierart die Ansicht, dass der Goldschakal grundsätzlich hierzulande willkommen und als Teil der Fauna zu akzeptieren ist und derzeit unter Schutz steht.






