Oft lautet die naheliegende Antwort auf Unsicherheit: Die Wälder müssen resilienter werden. Resilienz meint hier die Fähigkeit, Störungen wie Trockenheit, Stürme oder Schädlinge besser auszuhalten und sich nach einer Störung rasch wieder zu erholen.
Doch die praktische Anwendbarkeit des Resilienzkonzepts bleibt eine große Herausforderung. In der Praxis stärkt man meist nur eine bestimmte Form der Resilienz – etwa gegenüber Trockenheit. Gleichzeitig geht man dabei wieder von bestimmten Zukunftsszenarien aus, die sich möglicherweise so gar nicht einstellen. So versucht man, Unsicherheit zu reduzieren, anstatt sie wirklich anzunehmen.
Eine allgemeine, allumfassende Resilienz zu erreichen, ist kaum möglich. Deshalb rückt zunehmend eine andere Perspektive in den Vordergrund: Nicht allein der Wald soll widerstandsfähiger werden, sondern auch das Management. Wichtig ist, wie wir Entscheidungen treffen, wie wir lernen und wie wir mit Unsicherheit umgehen.






