Doch für jedes Grundverständnis des Landschaftswandels wie auch der forstlichen Rekultivierung bedarf es einer naturräumlichen, bergbauhistorischen und ökologischen Einordnung. Dazu will dieses Buch beitragen: Ausgangspunkt ist die vorbergbauliche Landschaftsentwicklung, welche im Abbaufeld abrupt endet, aber auch einen „Neustart“ bedeutet. So spannt sich der Bogen vom frisch verkippten Substrat bis hin zur Bodenvorbereitung und eigentlichen Waldbegründung. Allerdings verläuft die Rekultivierungspraxis wechselvoll – hat historische Brüche und Fehlschläge, beweist aber auch Kontinuität. Indessen setzt die angewandte Waldforschung schon seit den 1950er Jahren zukunftsweisende Maßstäbe und Ziele. Im Ergebnis stehen Standards mit konkreten Handlungsempfehlungen nach bestem Wissen. Schließlich wird gezeigt, wie sich junge Kippenwälder etablieren, als Ökosysteme organisieren und mittel- bis langfristig entwickeln. Davon ausgehend wird die oft gestellte Frage beantwortet, inwieweit sie den Bestockungen des Tagebauumlandes nahekommen. Für Interessierte wird auf zahlreiche weitere Literaturquellen verwiesen.






