Bezüglich der Stammzahlen waren im subalpinen Fichtenwald kaum Änderungen im Vergleichszeitraum zu erkennen. Dies gilt sowohl für die Gesamtstammzahl (durchschnittlich 329 Stück/ha in den Altaufnahmen vs. 340 Stück/ha in den Wiederholungsaufnahmen) als auch für die Stammzahl der einzelnen Baumarten (Abbildung 3). Neue Einwüchse in den Derbholzbereich hielten sich mit den Abgängen aus dem Altbestand weitestgehend…

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Hochlagenwälder im Wandel

Bezüglich der Stammzahlen waren im subalpinen Fichtenwald kaum Änderungen im Vergleichszeitraum zu erkennen. Dies gilt sowohl für die Gesamtstammzahl (durchschnittlich 329 Stück/ha in den Altaufnahmen vs. 340 Stück/ha in den Wiederholungsaufnahmen) als auch für die Stammzahl der einzelnen Baumarten (Abbildung 3). Neue Einwüchse in den Derbholzbereich hielten sich mit den Abgängen aus dem Altbestand weitestgehend die Waage.

Etwas anders stellt sich die Situation im Lärchen-Zirbenwald dar. Hier stieg die Gesamt-Stammzahl von durchschnittlich 95 auf 149 Stück/ha deutlich an, wobei dieser Anstieg vor allem in der signifikanten Stammzahlzunahme der Fichte begründet liegt. Während in den Altaufnahmen im Mittel nur ca. 14 Fichten je Hektar vorkamen, sind es heute über 70 Individuen je Hektar. Ungefähr die Hälfte aller aktuell erfassten Fichten-Individuen weist dabei noch einen Brusthöhendurchmesser von weniger als 20 Zentimetern auf. Einwüchse in den Derbholzbestand spielten hier also eine deutlich größere Rolle als in den subalpinen Fichtenwäldern.

Betrachtet man die Bestandesgrundflächen, kann für beide Waldtypen ein Anstieg verzeichnet werden (Abbildung 3). So stieg die Grundfläche im subalpinen Fichtenwald im Vergleichszeitraum von durchschnittlich 35,2 m²/ha auf heute 45,9 m²/ha an, wobei diese Zunahme hauptsächlich auf einen Grundflächenanstieg bei der Fichte zurückzuführen ist. Da sich – wie oben dargestellt – die Stammzahlen der Fichte innerhalb der subalpinen Fichtenwaldstufe kaum verändert haben, ist der Anstieg vornehmlich auf die Durchmesserzunahme der Bäume über der Derbholzgrenze zurückzuführen. Auch im Lärchen-Zirbenwald konnte im Rahmen der aktuellen Aufnahmen mit 14,3 m²/ha eine wesentlich höhere Bestandesgrundfläche als in den Altaufnahmen (7,0 m²/ha) ermittelt werden. Auch hier entfällt der größte Anteil des Grundflächenzuwachses auf die Fichte, die ihre Grundfläche signifikant von durchschnittlich 0,2 auf 3,9 m²/ha erhöhte. Im Unterschied zu den subalpinen Fichtenwäldern spielen hier neben dem Durchmesserzuwachs der vorhandenen Bäume aber auch die zahlreichen, neu in den Baumbestand eingewachsenen Individuen eine ursächliche Rolle.


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