Die Gewichte der Forstmaschinen haben über die Jahre stetig zugenommen. Das lässt sich anhand der KWF-Prüfberichte dokumentieren (Abb. 3 und 4). Das KWF prüft den Gebrauchswert von Forstmaschinen, der von einem Prüfausschuss dann bewertet wird. Der Anstieg der Maschinengewichte war bei den Forwardern größer als bei den Harvestern. Nach der Steigung der Ausgleichsgeraden nahmen die Gewichte bei den Forwardern seit 1995 jährlich um 0,4 t und bei den Harvestern seit 2000 um jährlich 0,2 t zu. Selbstverständlich gibt es auch sehr viel schwerere Harvester als in Abb. 3 dargestellt. Dabei handelt es sich allerdings um Maschinen mit Raupenfahrwerken, bei denen die Last auf eine größere Fläche verteilt wird.
Schwere Maschinen sind nicht pauschal als schlecht zu bewerten: Je schwerer eine Maschine, desto besser ist der Kraftschluss zwischen Rad und Boden. Ein von Praktikern häufig vorgebrachtes Argument für große Forwarder ist, dass weniger Überfahrten erforderlich sind, wenn Maschinen mit größerer Zuladung eingesetzt werden. Wenn die Rückegassen allerdings permanent bestehen sollen, sollte die Häufigkeit der Überfahrten keine Rolle spielen. Der Boden kann nur in begrenztem Maß verdichtet werden. Entstehen tiefe Spurgleise, wurde entweder nasser Boden durch viskoses Fließen aus der Spur gedrückt oder Boden von den Reifen abgeschert.
Die Profile der Forstreifen sind so konstruiert, dass abgescherter Boden seitlich neben den Reifen abgelegt wird. Sowohl viskoses Fließen als auch das Abscheren von Boden sollte auf jeden Fall vermieden werden. Wer die Zahl der Überfahrten reduzieren will, sollte eher die Zahl der Holzsortimente reduzieren oder gemischte Sortimente rücken lassen, als größere Maschinen auszuwählen.
Wenn der Boden trocken genug ist, können auch schwerste Maschinen keinen Schaden anrichten. Allerdings sind die Zeitfenster ausreichend trockener Böden kurz. Matthies wies in diesem Zusammenhang bereits 2009 darauf hin, dass die Zeitfenster bei Forstmaschinen mit großer Radlast oft nicht ausreichen, um rentabel arbeiten zu können. Die Versuchung ist dann groß, diese Maschinen auch bei feuchten Bodenbedingungen einzusetzen.






