Der Holzvorrat in Bayerns Wäldern ist angestiegen. Er beträgt rund 1,011 Mrd. Vfm. Das entspricht einem durchschnittlichen Holzvorrat von 405 Vfm/ha. Damit liegt Bayern vor allen anderen Bundesländern und deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 335 Vfm/ha. In allen Eigentumsarten ist der durchschnittliche Holzvorrat leicht angestiegen, doch die Durchschnittsvorräte sind nicht überall gleich: Während im…

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Viel Holz in Bayerns Wäldern

Der Holzvorrat in Bayerns Wäldern ist angestiegen. Er beträgt rund 1,011 Mrd. Vfm. Das entspricht einem durchschnittlichen Holzvorrat von 405 Vfm/ha. Damit liegt Bayern vor allen anderen Bundesländern und deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 335 Vfm/ha. In allen Eigentumsarten ist der durchschnittliche Holzvorrat leicht angestiegen, doch die Durchschnittsvorräte sind nicht überall gleich: Während im Staatswald und im Körperschaftswald mit 359 bzw. 351 Vfm/ha die Vorräte nur leicht über dem Bundesschnitt liegen, wurde im Privatwald ein Durchschnittsvorrat von 444 Vfm/ha ermittelt. Besonders hohe Vorräte hat dabei der Kleinprivatwald (bis 20 Hektar) mit durchschnittlich 472 Vfm/ha.

Insgesamt entfallen 62,2 % des stehenden Holzvorrates auf den Privatwald, 25,5 % auf den Staatswald, 10,7 % auf den Körperschaftswald und 1,5 % auf den Bundeswald.

Rund 70 % des Gesamtvorrates entfällt auf Nadelhölzer. Die Nadelholzvorräte haben aber in den letzten 10 Jahren um 0,4 % (2,8 Mio. Vfm) abgenommen. Vor allem Fichte und Kiefer haben deutlich an Vorrat verloren. Die Laubholzvorräte sind dagegen um rund 13,4 % (35,4 Mio. Vfm) angestiegen. Dies gilt für alle Laubbaumarten mit Ausnahme der Esche. Dies ist eine deutschlandweit zu beobachtende Folge des Eschentriebsterbens.

Die Vorräte verschieben sich dabei zunehmend in die höheren Durchmesserklassen. Auch hier setzt sich der Trend der BWI 2012 fort. Die größten Holzvorräte liegen weiterhin in der Durchmesserklasse zwischen 30,0 und 39,9 cm. Der Laubholzvorrat nimmt in allen Durchmesserklassen zu, vor allem jedoch in den stärkeren Klassen ab 40 cm. Beim Nadelholz hat der Vorrat ausschließlich in den Durchmesserklassen unter 40 cm abgenommen. Ab der Durchmesserklasse über 40 cm nimmt auch der Nadelholzvorrat weiter zu und sogar bei der Fichte ist das Starkholz in den Klassen über 50 cm angestiegen. Es gibt also immer mehr stärkeres Holz. Dies gilt über alle Eigentumsarten und Eigentumsgrößenklassen hinweg.


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