Waldbrand am Hambacher Schloss: Analyse eines Ausnahmeereignisses
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Die Waldgeschichte der Brandfläche ist nur spärlich dokumentiert, trägt jedoch zu einem besseren Verständnis ihrer Struktur und Besonderheiten bei. Zunächst belegt eine Forstbetriebskarte in den letzten 97 Jahren eine Bestockung mit Kiefern. Vorherige Aufzeichnungen deuten, bedingt durch die Siedlungsnähe, auf intensive Nutzung und die Funktion als Burghügel mit der Notwendigkeit freier Sicht zur effizienten Verteidigung…

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Waldbrand am Hambacher Schloss: Analyse eines Ausnahmeereignisses

Die Waldgeschichte der Brandfläche ist nur spärlich dokumentiert, trägt jedoch zu einem besseren Verständnis ihrer Struktur und Besonderheiten bei. Zunächst belegt eine Forstbetriebskarte in den letzten 97 Jahren eine Bestockung mit Kiefern. Vorherige Aufzeichnungen deuten, bedingt durch die Siedlungsnähe, auf intensive Nutzung und die Funktion als Burghügel mit der Notwendigkeit freier Sicht zur effizienten Verteidigung [2], auf eine spärliche Bewaldung oder sogar Freiflächen hin. 

Eine Zeichnung des Festzuges zum Hambacher Fest von 1832 (Abb. 3), auf der nur einzelne Bäume zu erkennen sind, stützt diese Annahme [2]. In jüngerer Vergangenheit fand keine forstliche Nutzung statt. Stattdessen wurde die Fläche im Jahr 2015 als naturschutzfachliche Ausgleichsfläche für geplante Umbaumaßnahmen am Hambacher Schloss bestimmt. Ziel war die Umwandlung des bestehenden Waldes in einen lichten Traubeneichen-Trockenwald durch eine Reduktion des Kiefernanteils. 

Die Fläche wurde in drei Zonen unterteilt (Abb. 4), und die geplanten Maßnahmen wurden im Winter 2015/16 umgesetzt:

  • In Zone 1 wurden ausgewählte Kiefern aufgrund der hohen Besucherfrequentierung und der Verkehrssicherungspflicht durch Fällung entfernt.
  • In Zone 2 erfolgte statt der Fällung eine Ringelung der Kiefern mit durchschnittlich 30,7 cm Durchmesser.

Die dritte Zone umfasst die oben beschriebene 0,2 Hektar große Teilfläche mit hohem Edelkastanienanteil, wo eine Niederwaldbewirtschaftung mit einer Umtriebszeit von 15 Jahren eingeführt wurde [1].


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