Langjährige Beobachtungen haben ergeben, dass Waldgebiete, in denen sich die Birke in grosser Zahl entwickelt, am wenigsten von Trockenheit, Insektenbefall oder Krankheiten betroffen sind. Ein Vergleich der Verbreitungskarte der Birke mit Karten des aktuellen Schädlingsbefalls geben hierüber Aufschluss. Da wo Birken in grosser Zahl vorkommen, konnte oftmals weniger Insektenbefall diagnostiziert werden als in Gebieten, in denen…

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Die Karelische Birke

Langjährige Beobachtungen haben ergeben, dass Waldgebiete, in denen sich die Birke in grosser Zahl entwickelt, am wenigsten von Trockenheit, Insektenbefall oder Krankheiten betroffen sind. Ein Vergleich der Verbreitungskarte der Birke mit Karten des aktuellen Schädlingsbefalls geben hierüber Aufschluss. Da wo Birken in grosser Zahl vorkommen, konnte oftmals weniger Insektenbefall diagnostiziert werden als in Gebieten, in denen die Birke nicht oder selten vorkommt. Insgesamt gilt die Karelische Birke als widerstandsfähiger als die Silberbirke.

Ein weiterer Vorteil der Birke ist, dass diese Baumart wenig Nährstoffe benötigt und so nicht mit anderen Baumarten konkurriert. Dies könnte bedeuten, dass es schwierig sein wird, ohne Birken andere Baumarten zu fördern, wie z.B. bei der Förderung der Kastanie im Tessin.

Das Argument, dass die Birke nicht wirtschaftlich ist, zählt nicht, denn bei einer sorgfältigen Pflege kann sie einen geraden Stamm bilden. 
Da Birkenholz zu den halbweichen Hölzern zählt, kann sie anstelle von Tanne und Fichte auch als Bauholz verwendet werden. 
In Finnland und Schweden ist der Anbau von Silberbirken (ein Hybride) sehr erfolgreich, die aufgrund ihres sehr geraden Stammes sehr gefragt. sind 

Die Mutterpflanzen der Karelischen Birken werden sorgfältig ausgewählt und nach ihrem geraden Stamm, ihrem schönen gewellten Holzmuster und nach ihrer Gesundheit aussortiert. In Finnland werden die Bäume in einem Labor aufgezogen. Die vegetative Vermehrung garantiert zu 100% die Eigenschaften der Mutterpflanzen und es wird ein EU-Zertifikat dafür vergeben.

Zu einem guten Aufwuchs scheinen Boden und Höhe nicht so entscheidend zu sein wie das Fernhalten von Rotwild etc.

In Bettwil (AG) wurde eine interessante Beobachtung an 50 gepflanzten Birken am Rande eines Privatwaldes gemacht: Die Wurzeln der umliegenden Bäume wurden von Nagetieren angezogen, während die Birken offenbar verschont blieben.


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