Kiefernvitalität nach Hagelschlag: Womit die Kiefer im Augsburger Lechauwald zu
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Diplodia sapinea ist ein Pilz, der die Krankheit des Diplodia-Triebsterbens hervorruft (Abbildung 3). Er profitiert von der Vorschwächung seiner Wirte. Die erhöhten Nadelverluste und absterbende Altbäume in den Augsburger Kiefernbeständen ließen daher befürchten, dass sich das Diplodia- Triebsterben in den Flächen des Hagelschlags ausbreitet.Der Nachweis von Diplodia sapinea erfolgte - je nach Pflanzengewebe - mit verschiedenen…

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Kiefernvitalität nach Hagelschlag: Womit die Kiefer im Augsburger Lechauwald zu

Diplodia sapinea ist ein Pilz, der die Krankheit des Diplodia-Triebsterbens hervorruft (Abbildung 3). Er profitiert von der Vorschwächung seiner Wirte. Die erhöhten Nadelverluste und absterbende Altbäume in den Augsburger Kiefernbeständen ließen daher befürchten, dass sich das Diplodia– Triebsterben in den Flächen des Hagelschlags ausbreitet.

Der Nachweis von Diplodia sapinea erfolgte – je nach Pflanzengewebe – mit verschiedenen Methoden: Während die Ansprache des Diplodia-Triebsterbens an den Stammscheiben aus der Krone über die blauen Verfärbungen (Abbildung 4) relativ einfach durchzuführen ist, erfordert die Mikroskopie der Nadeln schon deutlich mehr Kenntnisse und Fingerspitzengefühl. Für den Nachweis des Pilzes in den blau verfärbten Holzbereichen der Krone wurden genetische Nachweise durchgeführt (PCR-Analyse). Zugleich wurde Zweiggewebe in Petrischalen mit einem Nährmedium aufgelegt, um den Pilz als symptomlosen Besiedler im Gewebe (Endophyt) bestimmen zu können. 

Diplodia kann nur mit verschiedenen Methoden zweifelsfrei nachgewiesen werden, da seine a.) Verteilung im Baum nicht homogen ist und b.) er je nach Entwicklungsstadium nur mit bestimmten Methoden nachgewiesen werden kann. Die Untersuchungen erfolgten daher mit großem Aufwand an verschiedenen Gewebetypen.

Neben dem Diplodia-Triebsterben untersuchte die LWF auch, ob Insekten im aktuellen Geschehen eine Rolle spielten. Dazu entfernte man die Rinde an den gefällten Kiefern in regelmäßigen Abschnitten schichtweise. Insekten, nach denen ganz besonders gesucht wurde, waren der Blaue Kiefernprachtkäfer (Phyaenops cyanea) oder verschiedene Kiefernborkenkäfer. Holzbrütende Insekten, die sich in tiefere Holzschichten einbohren, sind aus Sicht des Waldschutzes nicht relevant, da sie den Saftstrom des Baumes nicht unterbrechen oder den Baum erst nach dem Absterben besiedeln.


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