Forstfräsen verfügen über einen massiven Rotor, welcher mit feststehenden Werkzeugen ausgestattet ist. Die Tiefenführung erfolgt meist über seitliche Gleitkufen, welche in der Höhe verstellbar sind. Aufgrund der massiveren Arbeitswerkzeuge können diese Maschinen Schlagabraum und Wurzelstöcke zerkleinern und in die obere Bodenschicht einarbeiten. Meist sind die Geräte mit einer hydraulisch gesteuerten Einzugsklappe ausgestattet. Durch die geöffnete…

Forst Shop Nord

Platz für die nächste Waldgeneration schaffen

Forstfräsen verfügen über einen massiven Rotor, welcher mit feststehenden Werkzeugen ausgestattet ist. Die Tiefenführung erfolgt meist über seitliche Gleitkufen, welche in der Höhe verstellbar sind. Aufgrund der massiveren Arbeitswerkzeuge können diese Maschinen Schlagabraum und Wurzelstöcke zerkleinern und in die obere Bodenschicht einarbeiten. Meist sind die Geräte mit einer hydraulisch gesteuerten Einzugsklappe ausgestattet. Durch die geöffnete Klappe kann viel und großes Material an den Fräsrotor herangeführt und grob zerkleinert werden. Bei geschlossener Klappe wird das bearbeitete Material länger in der Maschine gehalten und stärker zerkleinert. Je nach Arbeitstiefe und Menge des zerkleinerten Bewuchses und Schlagabraums hinterlässt das Verfahren eine mächtige Auflage aus lockerem Mulchmaterial und eingemischtem Oberboden. 

Wie sich dieses beschriebene Substrat konkret auf den Anwuchserfolg und das Pflanzenwachstum der Forstpflanzen auswirkt, wird noch weiter untersucht werden. Zudem liegen noch keine Ergebnisse vor, ob die Konkurrenzvegetation in den Folgejahren nach der Bearbeitung die Mulchauflage wieder verstärkt besiedelt und dort möglicherweise verbesserte Wuchsbedingungen vorfindet. 

Die Pflanzung muss in den Mineralboden erfolgen, um die ganzjährige Versorgung der Pflanze mit ausreichend Wasser und Nährstoffen sicherzustellen. Demnach wird bei der Pflanzung an jedem Pflanzplatz die Mulchauflage entfernt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Bearbeitungstiefe beim Fräsen möglichst flach zu halten und Schlagabraum nach der Holzernte möglichst sauber zu räumen, da sich eine zu mächtige Mulchauflage negativ auf die Produktivität bei der Pflanzung auswirkt.


Weiterlesen: Platz für die nächste Waldgeneration schaffen auf https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldverjuengung/kulturflaechenvorbereitung