Niedersächsisches Forstamt Ahlhorn klärt über Maßnahmen auf   (Sandkrug/Ahlhorn) Die alten Kiefern in den Neu Osenbergen werden älter. Um den Wald zukunftsfähig und klimaresilient zu gestalten, planen die Forstleute des Niedersächsischen Forstamtes Ahlhorn einen Waldumbau. Ziel ist es, eine stabile und widerstandsfähige Waldgeneration zu schaffen, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist. Dafür soll ein…

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Waldentwicklung in den Neu Osenbergen

Niedersächsisches Forstamt Ahlhorn klärt über Maßnahmen auf

 

(Sandkrug/Ahlhorn) Die alten Kiefern in den Neu Osenbergen werden älter. Um den Wald zukunftsfähig und klimaresilient zu gestalten, planen die Forstleute des Niedersächsischen Forstamtes Ahlhorn einen Waldumbau. Ziel ist es, eine stabile und widerstandsfähige Waldgeneration zu schaffen, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist. Dafür soll ein Mischwald entstehen, in dem neben den Nadelhölzern auch Laubbäume, wie z.B. Buchen, wachsen.

Aus Nadelwald wird Laubmischwald

„Die Neu Osenberge sind derzeit vor allem ein Nadelholzwald. Im Rahmen unserer langfristigen ökologischen Waldentwicklung wollen wir diesen Bereich in den kommenden Jahren in einen vielfältigen und strukturreichen Mischwald entwickeln“, erklärt Justin Böning, Leiter der Försterei Sandkrug.

Durch die Erhöhung des Anteils an Laubbäumen wird der Wald zum Mischwald und dadurch widerstandsfähiger gegenüber Schadinsekten, Extremwetterereignissen und Waldbränden. Zudem trägt die Vielfalt der Baumarten dazu bei, den Klimawandel besser abzufedern und die Resilienz des Waldes zu stärken. Dabei ist es auch wichtig, neben unterschiedlichen Baumarten, verschiedene Altersklassen an Bäumen im Wald zu haben und so einen vielschichtigen Wald aufzubauen.

Bodenqualität verbessert sich

Der Ausbau des Laubholzanteils bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern wirkt sich auch positiv auf die Bodenqualität aus. Das Herbstlaub zersetzt sich schneller als Nadeln und sorgt so für einen ausgeglicheneren Nährstoffhaushalt. Dies fördert das Wachstum der jungen Bäume und stärkt die Widerstandskraft des Waldes insgesamt.

Zunächst wollen die Forstleute in der kommenden Woche, nach der Brut- und Setzzeit, starten und einen Teil des Unterstandes im Wald entfernen. „Derzeit wachsen dort vor allem Spätblühende Traubenkirsche, Faulbaum und Birke. Wenn wir im Winter Buchen pflanzen wollen, brauchen wir den Platz und entfernen gleichzeitig die Wuchskonkurrenz. Einzelne schon jetzt vorhandene Mischbaumarten werden bei der Maßnahme belassen“, erklärt Böning. Das anfallende Holz wird als Hackschnitzel zur Energieerzeugung genutzt, was den Wald zusätzlich klimafreundlich macht.

Behutsam öffnet Böning das Kronendach durch die Entnahme einzelner der etwa 100-jährigen Kiefern, um den Buchen Licht und Raum zu verschaffen.

Pflanzung von Buche im Winterhalbjahr

Vor der Pflanzung bereiten die Forstleute die Flächen vor. Da durch die saure Nadelstreu die Humusauflage noch sehr dick und von schlechter Qualität ist, entfernen sie diese in Streifen mit einem Bagger und einer Gabel, um den Mineralboden freizulegen. In diesen Boden werden die Buchen gesetzt, um ihnen optimale Wachstumsbedingungen zu bieten.

Die Arbeiten erfolgen hochmechanisiert: Ein Harvester mit Spezialaggregat entfernt zunächst den Unterstand. Im Herbst folgt die Holzernte. „Die Neu Osenberge sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Viele Menschen sind hier unterwegs, und auch die Nähe zu Wohnbebauung, dem Sportzentrum und der Waldschule Hatten macht eine vorsichtige Planung notwendig“, so Böning.
Aus Sicherheitsgründen plant er daher zeitweise Sperrungen einzelner Waldteile.

Sperrungen von Waldwegen

Böning appelliert an alle Waldbesucher, die Sperrungen zu respektieren und Abstand zu den arbeitenden Maschinen einzuhalten. So kann sicher und effizient gearbeitet werden.

Am Dienstag, den 16.09., bietet er gegen 17:00 Uhr eine Führung an, um über diese und weitere anstehende Holzerntearbeiten zu informieren. Einzelheiten dazu gibt das Forstamt Ahlhorn noch bekannt.

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