Wasser im Wald halten – Waldmoore erfüllen eine wichtige Klimaschutzfunktion
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Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit den Waldbesitzenden bzw. Forstämtern auf allen Ebenen (Forstamts- und Revierleitung, Funktionsstelle für Naturschutz, Forstwirtinnen und Forstwirte bzw. Forstunternehmen) ebenso wie die frühzeitige Einbindung weiterer beteiligter Akteurinnen und Akteure, wie weiterer Behörden oder Fördermittelgeber.Die Renaturierung eines Waldmoores kann durchaus mit hohen Kosten verbunden sein, je nachdem, wie groß das…

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Wasser im Wald halten – Waldmoore erfüllen eine wichtige Klimaschutzfunktion

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit den Waldbesitzenden bzw. Forstämtern auf allen Ebenen (Forstamts- und Revierleitung, Funktionsstelle für Naturschutz, Forstwirtinnen und Forstwirte bzw. Forstunternehmen) ebenso wie die frühzeitige Einbindung weiterer beteiligter Akteurinnen und Akteure, wie weiterer Behörden oder Fördermittelgeber.

Die Renaturierung eines Waldmoores kann durchaus mit hohen Kosten verbunden sein, je nachdem, wie groß das Gebiet ist und welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Neben Kosten für eventuelle Gutachten (z.B. aufgrund wasserrechtlicher Genehmigungs­verfahren) hängt dies insbesondere vom erforderlichen Technikeinsatz und den Personalkosten ab. In stark entwässerten Mooren mit geringmächtigen Torfauflagen oder bereits weit fortgeschrittener Mineralisierung der Torfe kann die Grabenverfüllung beispielsweise mit einem Kleinbagger erfolgen – je nach Hangneigung und Grabentyp reichen abschnittsweise Verplombungen des Grabens mit Überleitungen, um das Wasser wieder der ursprünglichen Hangneigung entsprechend in den Torfkörper zu leiten. Solche Maßnahmen sind kostengünstig und gleichzeitig effektiv. Auch Bewässerungsgräben können sinnvoll sein, um durch Wegeseitengräben abgehaltenes Hangwasser wieder dem Moor zufließen zu lassen. Sind jedoch Holzerntemaßnahmen, sowie die Vollverfüllung von sehr breiten und tiefen Gräben erforderlich, fallen zusätzliche Kosten für Füllmaterial und Transport, des Weiteren auch Maschinenkosten an. Bei kleinen Mooren mit intakter Moorvegetation und/oder gering zersetzten oder sehr weichen Torfen, die nicht maschinell befahrbar sind, ist ein manueller Rückbau der Gräben unverzichtbar. Dieser ist sowohl zeit- als auch kostenintensiv. So kann die Renaturierung eines knapp zwei Hektar großen Waldmoores mit bis zu 150.000 Euro zu Buche schlagen (so zum Beispiel die Wiedervernässung des Quellmoors Hirschhagen bei Friedrichsbrück in der Söhre (Nordhessen, Werra-Meißner-Kreis im Jahr 2022)). Gegebenenfalls muss auch eine Übergangspflege von aufkommender Gehölzverjüngung mit einkalkuliert werden, die bis zum Erreichen eines gewünschten Zielzustandes notwendig sein kann.


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