Waldumbau und Forstbaumschulen – ein Erfolgsmodell?
  1. Home
  2. »
  3. Uncategorized
  4. »
  5. Waldumbau und Forstbaumschulen – ein Erfolgsmodell?
Ein zentrales Problem für die Forstbaumschulen ist die schlechte Planbarkeit der Produktion. Jungpflanzen benötigen oft mehrere Jahre, um verkaufsfähige Größen zu erreichen. Wenn die Jungpflanzen am Ende des Produktionsprozesses nicht verkauft werden können, entsteht ein negativer Deckungsbeitrag. Auch wenn nachgefragte Pflanzen nicht verfügbar sind, führt dies zu Verlusten. Viele Baumschulen planen ihre Produktion basierend auf…

Forst Shop Nord

Waldumbau und Forstbaumschulen – ein Erfolgsmodell?

Ein zentrales Problem für die Forstbaumschulen ist die schlechte Planbarkeit der Produktion. Jungpflanzen benötigen oft mehrere Jahre, um verkaufsfähige Größen zu erreichen. Wenn die Jungpflanzen am Ende des Produktionsprozesses nicht verkauft werden können, entsteht ein negativer Deckungsbeitrag. Auch wenn nachgefragte Pflanzen nicht verfügbar sind, führt dies zu Verlusten. Viele Baumschulen planen ihre Produktion basierend auf jahrelangen Erfahrungen mit dem regionalen Markt. Der Klimawandel hat jedoch die Nachfrage stark verändert. Beispielsweise ist die Nachfrage nach Fichten in den letzten zehn Jahren um mehr als 50 % gesunken (von 17 Millionen auf 8 Millionen), während die Nachfrage nach Stieleichen um fast 500 % gestiegen ist. Förderprogramme für die Kunstverjüngung beeinflussen diese Entwicklung, da sie Baumartenmischungen vorgeben und viele Waldbewirtschafter auf Förderungen angewiesen sind.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Baumschulen gehen aber noch weiter: In Österreich erfolgt die Aufforstung traditionell im Frühjahr. Aufgrund des Klimawandels, der zu kurzen milden Wintern und langen Trockenperioden im Frühjahr führt, hat sich das Zeitfenster für die Auspflanzung deutlich verkürzt. Viele Forstbetriebe können in dieser kurzen Zeitspanne die notwendigen Pflanzarbeiten nicht durchführen, insbesondere bei großen Kalamitätsflächen. Dies führt dazu, dass sie bereits bestellte Forstpflanzen nicht abnehmen. Die Baumschulen können die Pflanzen jedoch nicht bis zum Herbst lagern und erleiden Ertragsausfälle, wenn sie keinen kurzfristigen Abnehmer finden. Um solche Ausfälle zu vermeiden, kooperieren viele Baumschulen bereits miteinander. 


Weiterlesen: Waldumbau und Forstbaumschulen – ein Erfolgsmodell? auf https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldumbau/waldumbau-forstbaumschulen-erfolgsmodell